Folge 28: Neue Technologien im Klimaschutz

Die Erderwärmung trifft uns alle. Neben weniger Emissionen brauchen wir deshalb auch neue Technologien, die beim Klimaschutz helfen. Wir zeigen drei Beispiele aus der Praxis. Manche mit bereits beeindruckenden Ergebnissen, andere mit ungenutztem Potenzial, das es wert ist, weiterverfolgt zu werden:   

1. Die Beton-Alternative aus Wüstensand

Bereits 2018 haben Studenten aus London eine nachhaltige Alternative zu Beton entwickelt: Finite. Der Verbundwerkstoff aus organischem Bindematerial und Wüstensand soll genauso fest wie Ziegel oder Beton sein. Finite ist wiederverwendbar und hat einen geringeren ökologischen Fußabdruck als die Herstellung von Beton. Weiterlesen

Leider ist der Beton aus Wüstensand seitdem von der Bildfläche verschwunden. Dabei wäre die Fortführung der Forschung von großer Bedeutung. Denn die Baubranche sucht händeringend nach einer Alternative für den umweltschädlichen Beton. Allein in Deutschland entstehen durch die Herstellung von Beton, besonders das Brennen von Kalksteinteilchen, jährlich 20 Millionen Tonnen CO2. Weltweit sind es 8 Prozent der gesamten CO2-Emmissionen (Quelle hier)

2. In Island wird CO2 zu Stein

Mit den Anlagen Orca und Mammoth filtert Island Kohlendioxid direkt aus der Luft, mischt es mit Wasser und pumpt es in Basaltgestein. Dort wird es innerhalb weniger Jahre mineralisiert und dauerhaft gebunden. Und weil Island durch seine besondere Geografie und Geologie, seine Energie größtenteils aus Wasserkraft und Geothermie bezieht, ist der gesamte Prozess besonders klimafreundlich.

Weltweit werden rund 38,6 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen (2024, Statista). Neben der Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß weltweit zu minimieren, ist auch die Benutzung neuer Technologien eine wichtige Maßnahme. 

3. Erdgas aus Luft

Man nehme Kohlendioxid aus der Atmosphäre und grünen Wasserstoff und verarbeite es zu synthetischem Erdgas. Et voilà: Ein künstliches Erdgas entsteht und kann genauso verwendet werden wie das fossile Original.

Ganz so einfach ist die Herstellung natürlich nicht. Dahinter steckt eine ausgefeilte Technologie unter Verwendung von Direct Air Capture und Wasser-Elektrolyse. Die Anlagen hat ein europäisches Start-up entwickelt. 

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