Wir gestalten den Alltag
Wir sind soziale Wesen und für unsere Gesundheit ist Gemeinschaft essenziell. Doch wie können wir in der turbulenten Zeit wieder mehr zusammenfinden und den Einsamen unter uns die Hand reichen?
Ob im Dorfsupermarkt, im Supermarkt, als Unterstützung auf dem Nachhauseweg oder beim Teilen von Lebensmitteln – diese vier Projekte finden Mitten im Alltag statt, sind nicht schwer zu realisieren und machen einen Unterschied in unserer Gemeinschaft:
1. Ein Einkaufsmarkt als Gemeinschaftsort
Einst ein DDR-Dorfladen, heute ein Ort, der Menschen über Genuss zusammenbringt. Die jungen Betreiber hat es aus der Welt wieder zurück auf das Dorf gezogen. Mit im Gepäck: jede Menge Tatendrang. Auch, um der Gemeinde etwas zurück zu geben und um einen liebens- und lebenswerten Ort zu erschaffen. Alles begann mit dem kleinen Laden, der regionale Lebensmittel und selbstgemachten Kuchen anbot. Dann kamen die eigene Rösterei und selbstgemachte Wurst hinzu. Bei der Kochschule, zu Menüabenden und zum Mittagstisch kommen die Menschen zusammen. Das ganze Dorf scheint beteiligt zu sein.
Veränderung beginnt dann, wenn man selbst anpackt und den ersten Spatenstich tätigt.
2. Im Supermarkt sprühen die Funken
Ein schüchterner Blick zwischen Marmeladenglas und Käseverpackung, vielleicht sogar ein sanftes Lächeln. Aber wie ansprechen? Gar nicht so einfach. Das erfordert richtig Mut. Und dann bleibt es doch nur bei dem flüchtigen Lächeln. Eigentlich Schade. Das dachten sich auch die Initiatoren der Idee „Speeddating beim Einkaufen“. Dabei gilt: alles kann, nichts muss. Vielleicht auch nur ein freundschaftlicher Plausch? Rosa Einkaufskörbe geben das eindeutige Signal zum Ansprechen.
Das Konzept hat mittlerweile schon mehrfach in Deutschen Supermärkten stattgefunden. Zum Beispiel auch in Radeberg bei Edeka Scheller.
Würdet ihr euch trauen?
3. Gemeinschaftskühlschränke in Polen
Jedes Jahr werden in der EU ungefähr 10 Prozent der Lebensmittel weggeschmissen. Gleichzeitig gibt es über 40 Millionen Menschen, die sich nur jeden zweiten Tag eine hochwertige Mahlzeit leisten können. Was können wir tun? Wie können wir helfen?
Einerseits kann jeder bei sich zu Hause anfangen – das ist gar nicht schwer. Infos dazu findet ihr in unserem Homepagebeitrag hier.
Polen hat außerdem einen weiteren Weg gefunden, der auf Solidarität setzt: In polnischen Städten stehen öffentlich zugängliche Kühlschränke, die jeder befüllen kann und aus denen sich jeder bedienen darf. Ein einfaches Prinzip mit großer Wirkung.
Ein kleines, aber starkes Zeichen gegen Verschwendung und für ein würdevolles Miteinander.
4. Heimweg-Telefon
Ihr seid abends allein unterwegs und fühlt euch unwohl? Dann gibt es das Heimwegtelefon. Es bietet euch menschliche Begleitung bis zur Haustür.
Die Idee des Heimwegtelefons haben zwei Freundinnen während ihres Aufenthalts in Schweden aufgegriffen. Das Konzept hat sich etabliert. Heute unterstützen rund 100 ehrenamtliche Menschen das Projekt und begleiten Anrufer in der Zeit von 21:00 bis 24:00 Uhr und am Freitag und Samstag sogar bis 03:00 Uhr nachts nach Hause.
Wen ruft ihr auf dem Heimweg an?
