Grüner Donnerstag – Schnäppchen jagen, aber richtig

Tipps für ein nachhaltiges Kaufvergnügen

Überall sehen wir sie: Die Sonderangebote und Rabattaktionen von zahlreichen Geschäften und Online Shops zum „Black Friday“. Was seinen Ursprung in den Vereinigten Staaten hat, ist mittlerweile auch bei uns fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Kaufvergnügens. 

Dabei wird durch die Vergünstigungen der Konsum stark angekurbelt und viele Menschen kaufen mehr, als sie tatsächlich brauchen. Auch der anfallende Verpackungsmüll und der Ausstoß an CO2 durch den Transport der Waren ist im Zuge der Klimakrise mehr als fragwürdig. 

Natürlich ist es nicht verwerflich am „Black Friday“ auf Schnäppchenjagd zu gehen. Ganz im Gegenteil: wer hier klug zuschlägt, kann viel Geld sparen. In jedem Fall ist es ratsam, sich im Vorfeld genau Gedanken über sein Kaufverhalten und seine Bedürfnisse zu machen – damit es ein Vergnügen bleibt. 

Folgende Gedanken kannst du dir vor deinem Einkauf machen, um die (Umwelt-)Auswirkungen zu minimieren:

Überlege im Voraus genau, welche Dinge du tatsächlich und aus welchem Grund benötigst. Ist der Kauf gerechtfertigt, weil beispielsweise ein Gerät defekt ist? Oder ist es doch nur ein Impulskauf, weil das Angebot lockt? Minimalismus kann eine nachhaltige Praxis sein.

Kaufe Produkte von Firmen, die sich aktiv für Umweltschutz und soziale Verantwortung einsetzen. Hilfreich kann auch eine Liste sein, auf der du dir nachhaltige Marken und Produkte notierst. Das erleichtert eine gezielte Suche nach Angeboten. Dabei sollte der Fokus auf qualitativ hochwertigem Shopping liegen, indem du bewusst langlebige Produkte erwirbst. 

Könnte vielleicht der Kauf von Secondhand- oder Vintage-Artikeln eine Alternative sein? Denn so lässt sich ganz einfach die Lebensdauer von Produkten verlängern und Ressourcen schonen. Lokale Geschäfte verdienen ebenfalls Beachtung. Der Kauf vor Ort verringert nicht nur die Umweltauswirkungen durch Transport, sondern unterstützt auch die lokale Wirtschaft. Wenn du physisch einkaufst, bringe deine eigene Tasche mit, um Einweg-Plastiktüten zu vermeiden.

Achte auf Fair Trade-Zertifizierungen, um sicherzustellen, dass die Produkte unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden.

Mit diesen Tipps kannst du dazu beitragen, dein „Black Friday“-Shopping umweltfreundlicher und sozial verantwortlicher zu gestalten. 

Übrigens: die Gegenbewegung zum „Schwarzen Freitag“ heißt „Kauf-nix-Tag“. Der Tag ist ein konsumkritischer Tag und findet in Europa einen Tag nach dem „Black Friday“ statt. Auch immer mehr Unternehmen stellen sich der Marketingmaßnahme entgegen und verweigern den „Black Friday“.

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