Folge 4: Wie der Käse in den Laden kommt

Beim letzten Mal hatte Mila Thea buchstäblich Löcher in den Bauch gefragt, als es um die Herstellung des leckeren Käses ging. Apropos Löcher: Da war Thea ihrer kleinen Freundin noch eine Antwort schuldig. „Also, dass Löcher in den Käse kommen, hat ganz viel mit Gas zu tun“, muhte Thea. „Was?“, fragte die Maus erschrocken, weil sie gleich an so etwas wie Explosionen dachte: „Mit Gas? Ist das nicht total gefährlich?“ Thea lachte: „Natürlich nicht. Es sind Kohlesäuregase, ähnlich wie beim Brotbacken. Da sorgt Hefe dafür, dass – mit Gas – der Teig so richtig schön aufgeht.“

Mila staunte. Sie konnte es sich jetzt ganz gut vorstellen, wie sich dieses Gas bildete, drinnen im Käselaib und wie es dann nach draußen wollte, es aber nicht schaffte. Stattdessen machte es sich drinnen große Hohlräume – eben jene Löcher. „Das ist alles so spannend, piepste sie. „So spannend.“ Das muss ich unbedingt den anderen Mäusen erzählen. Wir lieben ja Käse so sehr! Danke, dass du mir so viel davon gezeigt hast.“

„Wenn wir uns das nächste Mal sehen, werde ich mal sehen, was du dir davongemerkt hast“, muhte Thea etwas altklug. Jetzt lachte Mila: „Du glaubst wohl, ich vergesse das alles über Nacht?“ Die Kuh schüttelte den Kopf. „So bald werden wir uns nicht sehen, liebe Mila. „Es wird bald Winter – und wir sind nur noch selten auf der Weide.“ Tatsächlich suchte die Maus viele Tage vergeblich nach ihrer großen Freundin. Es war jetzt immer schon so zeitig dunkel. Doch eines Tages – seit einiger Zeit hatten die Menschen Lichterketten um ihre Häuser und die Bäume davor gebunden, die abends leuchteten – trafen sich die beiden so unterschiedlichen Tiere wieder. Es war viel wärmer als zu der Jahreszeit üblich. 

„Thea, liebe Thea“,, piepste Mila so laut sie konnte, um gleich mit der Frage zu kommen, die sie in letzter Zeit so häufig beschäftigt hatte: „Wie aber kommt denn der Käse zu den Menschen ins Haus?“ „Ganz einfach: Er wird verladen in so ähnliche LKW, wie du damals unfreiwillig in einem mitgefahren bist. Nur, dass er keinen Tank mit Milch hat, sondern ganz viel Ladefläche für den tollen Käse.“ Sie erzählte, wie die LKW zu den Läden fuhren und die Händler das leckere Gut in ihre Regale schichteten. „Au fein!“, freute sich Mila. „Jetzt weiß ich endlich, wo ich den Käse bekomme.“ Was für eine verückte Idee, dachte Thea und überlegte, wie sie das ihrer Freundin ausreden konnte. „Vergiss es gleich wieder. Man braucht Geld, um den Käse zu kaufen. Und Tiere haben weder Geld, noch sind sie in den Geschäften erwünscht. Selbst Hunde, die zusammen mit den Menschen leben, müssen vor den Läden warten, bis ihr Herrchen oder Frauchen wieder rauskommt.“ Mila blieb eisern: „Ich versuche es trotzdem. Auch ohne Geld. Ich bin ja so klein, vielleicht sieht mit ja niemand“. „Na dann, wünsche ich dir viel Erfolg und pass auf dich auf.“, muhte Thea.

Zauberhaft vorgelesen: Thea & Mila als Hörspiel

Episode 04

Alle Episoden in Folge:

Käsige Unterhaltung

Entdecken Sie die Heinrichsthaler Käsewelt

Wer muht am leckersten?

Wir nehmen die Kühe der Heinrichsthaler Milchbauern genauer unter die Lupe. Das wichtigste Merkmal der sogenannten Milchrasse und der milchbetonten Rinderrassen ist – natürlich – die Qualität der Milch.

weiterlesen

Richtig platziert!

Damit Lebensmittel möglichst lange frisch bleiben, ist es wichtig, den Kühlschrank richtig einzuräumen. Heinrichsthaler hat einige hilfreiche Tipps dazu auf Lager.

weiterlesen

Maik Zscheile im Interview

Maik Zscheile hat 2002 die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik gestartet. Nun ist er 38 Jahre alt, nach wie vor in der Logistikbranche und blickt mit uns zurück auf 20 Jahre Berufserfahrung.

weiterlesen