Heinrichsthaler Honig streichzart

Zum zweiten Mal wird Honig der Heinrichsthaler Bienen abgefüllt. Dabei erklärt Florian das Geheimnis der langen Streichfähigkeit.

Zum zweiten Mal in der Geschichte der auf dem Heinrichsthaler Werksgelände angesiedelten Bienenvölker, kann Honig in Gläser abgefüllt und etikettiert werden. So hat unser Mitarbeiter und Hobbyimker Florian Senf in echter Handarbeit 600 Gläser bearbeitet – 350 mehr als im Vorjahr. Dabei beantwortet er uns drei grundlegende Fragen. Schauen wir ihm über die Schulter:

Warum bleibt unser Heinrichsthaler Honig streichfähig?

Bei der Honigernte wurde der Honig zunächst in Eimer abgefüllt, um darin auszukristallisieren. Das Resultat: der frische Imker-Honig wird fest. Dabei bestimmt die Zuckerzusammensetzung, ob und wie lange es dauert bis der Honig kristallisiert. Der steinharte Honig lässt sich in dieser Konsistenz natürlich nicht in Gläser umfüllen. Deshalb wird er in einem Wärmeschrank auf eine Temperatur von ca. 37 °C erwärmt. Nun ist der Honig in den Eimern wieder rührbar. Im Rühren liegt auch das Geheimnis. Denn durch das Rühren bricht die entstandene Kristallstruktur und es entstehen viele kleine Einzelkristalle die sich nicht mehr verbinden. Dadurch bleibt unser Honig noch lange nach der Abfüllung im Glas streichfähig.

Tipp: Ist der Honig nach bestimmter Zeit trotzdem fest geworden, könnt ihr ihn aber jederzeit wieder verflüssigen: Einfach den Honig im Glas in ein warmes Wasserbad stellen.

Was macht den Honig haltbar und kann Honig schlecht werden?

Honig enthält von Natur aus Enzyme die ihn haltbarer machen. Doch damit nicht genug. Die Bienen trocknen im Stock ihren Nektar, indem sie ihm Wasser entziehen. So bleibt der Honig als Vorrat im Bienenstock länger haltbar. Denn fehlendes Wasser macht es Bakterien und anderen Organismen schwer sich zu entwickeln. Doch es ist Obacht geboten: Honig ist hygroskopisch, das heißt wasseranziehend. Der süße Stoff zieht Wasser aus der Luft und beginnt zu gären. Deshalb solltet ihr das Blütengold auch gut verschlossen, trocken lagern. Zudem achtet der Imker streng darauf, den Honig trocken zu ernten. Dafür hat er verschiedene Hilfsmittel und Methoden. Mit einem Refraktometer beispielsweise, kann mittels Lichtbrechung der Wasser- und Zuckergehalt bestimmt werden.

Übrigens: Der Wassergehalt im Honig ist gesetzlich festgelegt und muss unter 20 Prozent liegen. Dabei gilt je niedriger der Wassergehalt, desto besser die Haltbarkeit.
Demnach kann Honig grundsätzlich verderben. Damit euer Honig für lange Zeit genießbar bleibt, solltet ihr ihn deshalb trocken, dunkel und kühl aufbewahren.

Der Honig in Eimern im Wärmeschrank

Das Refraktometer und der Blick durch das Messgerät.

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Heinrichsthaler Honig streichzart

Es wird stiller im Bienenstock. Die Bienen auf dem Heinrichsthaler Werksgelände haben auch dieses Jahr wieder fleißig Nektar gesammelt. Nach der Honigernte ist es an der Zeit den fertig gereiften Honig in Gläser abzufüllen und zu etikettieren. Dieses Jahr konnten ca. 600 Gläser abgefüllt werden.

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